Vorhaben

15.1.2019

Inmitten einer Welt mit einem bisher einzigartigen Austausch wird versucht, mit Mitteln aus den Zeiten des Feudalismus traditionelle Machtstrukturen zu erhalten. Während sich neue Formen der wissenschaftlichen Kooperationen herausbilden – wie das INST, der Weltklimarat – werden traditionelle Institutionen gefördert, Pläne für Erkenntnisse vorgegeben, die Bedeutung wissenschaftlicher Erkenntnisse negiert. In diesem Kontext gilt es neue Ansätze für eine freie Wissenschaft zu finden.

Diese Ansätze betreffen die Rahmenbedingungen für die Entwicklung von Erkenntnissen ebenso wie die Distribution. Das Polylogzentrum nimmt sich insofern die Vorgangsweise zum Vorbild, die zum Flagship Quantum in der EU führte, als deren Erfolg auf den Unterschriften von 3.500 WissenschafterInnen beruhte. Nicht ein autoritärer Vorgang führte zur Konstituierung, sondern die Initiative von WissenschafterInnen. Die Politik soll in diesem Zusammenhang nicht die Inhalte, Ergebnisse vorgeben, sondern sie soll Rahmenbedingungen schaffen. Nur so ist erfolgreiche Wissenschaft möglich.

Freilich hat das Polylogzentrum einen ganz anderen Hintergrund mit seinen Kooperationen und seinen Öffentlichkeiten. Denn Grundlagen für die weiteren Vorhaben des Polylogzentrums sind unter anderem:

– Grundlegende Innovationen im Bereich der Digitalisierung
– 8 Weltkonferenzen (beginnend in der UNESCO-Zentrale in Paris 1999) mit bis zu
7.000 Beteiligten aus über 100 Ländern
– Weltprojekt der Berge
– Weltkochbuch
– Netzwerk von 10.000 Projektbeteiligten
– Grundlegende Innovationen im Bereich der Quantentechnologie
– Etc.

Die aktuellen Vorhaben für 2019 sind:

– der vielsprachige Ausbau der Homepage
– die Konstituierung eines Digitalen Weltmuseums der Berge
die Entwicklung eines Polylogs Europa-Afrika, Afrika-Europa
– die Entwicklung der Quantentechnologie unter Abkehr von der Numerik und den
Algorithmen
– Weiterentwicklung der Enzyklopädie vielsprachiger Kulturwissenschaften
– die Nutzung der Quantentechnologie für automatisierte Sprachübersetzungen
– die Organisierung von Foren mit bis zu 25.000 TeilnehmerInnen alle zwei Jahre
– Die Konstituierung eines Weltkulturrates nach dem Vorbild des Weltklimarates

Im Kern geht es um eine Abkehr von den rassistischen bzw. nationalistischen Konstruktionen seit dem 18. bzw. 19. Jahrhundert, die dem Krieg dienten und wissenschaftlich fragwürdig sind. Es geht um eine Wiederentdeckung von Erasmus von Rotterdam und all jenen, die für Kreativität, Zusammenarbeit, Wissenschaftlichkeit, Synergien bzw. für eine Friedenskultur eintraten und eintreten. Dazu wurden Erkenntnisse und Vorschläge erarbeitet, auf deren Basis eine exzellente Arbeit für das Friedensprojekt Europa geleistet werden könnte.

Es ging und geht aber auch um einen neuen Umgang mit Sprachen, neue Methodologien, neue Nutzung von Technologien, neue Grenzüberschreitungen.

Im Kontext der Wahlen zum Europäischen Parlament am 26.5.2019 werden nun Unterstützungserklärungen gesammelt werden. Mit dem neuen EU-Budget im Jahre 2021 soll dann die Arbeit auf der Basis der notwendigen Finanzierung durch die EU beginnen. Eine frühere Finanzierung wäre freilich wünschenswert und angesichts der internationalen Entwicklungen auch notwendig.

Eine erste Dokumentation der Homepage erschien im Dezember 2018 im INST-Verlag.

Wiss.Dir.Dr. Herbert Arlt
Vorsitzender

Erstfassung: 11.4.2017
Weitere Fassung: 12.6.2018, 1.11.2018, 22.11., 11.12., 28.12.2018
Die Version in Englisch ist keine Übersetzung des deutschsprachigen Textes, weil sich die englischsprachige Fassung an andere Kreise richtet. Weiters sollen Einzelbereiche auch durch Übersetzungen in andere Sprachen wie Arabisch, Französisch, Spanisch zugänglich gemacht werden.